Der Tibet Terrier ist der Heilige Hund Tibets. Das bedeutet nicht, dass die Tibeter diese Hunde anbeten wie Heilige, sondern dass sie in den Tempeln von den lamas aufgezogen und gehalten, aber in Tibet niemals verkauft wurden. Nur wenigen war es erlaubt, das Land zu verlassen. Man schenkte sie jenen, die sich auf eine gefärliche Reise begeben mussten, oder sie wurden weitergegeben als Ehrerbietung an hohe Lamas, als dankeschön für einen getanten Gefallen oder als kleine aufmerksamkeit. Sie sind ein Symbol des Glücks in ihrer Heimat. Man sagt, sie komen ursprünglich aus dem "Verlorenen Tal Tibets". Es ist die einzigste Rasse der Welt, die eine solche romatische und mythishe Geschichte hat. den Oberhäuptern der Klöster, die das tal besuchten, dem durch ein großes Erdbeben vor 600 jahren der Zugang verschüttet wurde,gab man auf der Heimreise einen Tibet terrier mit, um ihren Klöstern "Frieden und Wohlstand" zu bringen. aus dem namen "Friedensbringer" wurde irgendwann den Frieden mit Glück und Wohlstand verbindet. Diese hunderte jahre alte Sitte der Mönche des "Verlorenen Tales Tibets" wurde von Generation zu Generation bis zum heutigen Tag weitergegeben.

(übersetzung aus dem Buch von Alice Murphy)

 

Rassenstandard

 

URSPRUNG : Tibet.

PATRONAT : Großbritannien.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 9 / Sektion 5

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD :

Robust, von mittlerer Größe, langhaarig, mit quadratischer Silhouette, resoluter Ausdruck.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) :

Lebhaft, gutmütig. Treuer Kamerad mit vielen einnehmenden Wesenszügen. Aus sich herausgehend, wachsam, intelligent und mutig; weder ungestüm noch streitsüchtig. Fremden gegenüber zurückhaltend.

 

1. KOPF :

Der Kopf ist reichlich mit langem Haar bedeckt, das nach vorn über die Augen fällt. Am Unterkiefer befindet sich ein kleiner, aber nicht übertrieben ausgebildeter Bart.

OBERKOPF

Schädel : Von mittlerer Länge, weder breit noch grob, von den Ohren zu den Augen hin etwas schmaler werdend. Zwischen den Ohren weder gewölbt noch völlig flach.

Stop : Deutlich, aber nicht übertrieben ausgebildet.

GESICHTSSCHÄDEL

Nasenschwamm : Schwarz.

Fang : Kräftig. Die Länge von den Augen bis zur Nasenspitze hin ist gleich der Länge von den Augen bis zur Schädelbasis.

Kiefer / Zähne : Unterkiefer gut entwickelt. Die Schneidezahnreihe bildet einen leichten Bogen, wobei die Schneidezähne in regelmässigem Abstand und senkrecht im Kiefer stehen. Scherengebiß oder umgekehrtes Scherengebiß.

Backen : Jochbein gebogen, aber nicht so übermässig ausgeprägt, daß es vorgewölbt wäre.

Augen : Groß, rund, weder hervorquellend noch tiefliegend; ziemlich weit auseinanderliegend, dunkelbraun, Augenlider schwarz.

Ohren : Hängend, nicht zu dicht am Kopf anliegend getragen, V-förmig, nicht zu groß, üppig behaart.

 

2.  KÖRPER :

Gut bemuskelt, kompakt und kraftvoll. Länge von der Schulterblattspitze zum Rutenansatz gleich der Widerristhöhe.

Rücken : Über dem Rippenschiff gerade.

Lenden : Kurz, leicht gewölbt.

Kruppe : Gerade.

Brust : Weitzurückreichender Brustkorb.

 

3.  RUTE :

Mittellang, ziemlich hoch angesetzt und fröhlich eingerollt über dem Rücken getragen. Sehr üppig behaart. Ein Knick nahe der Spitze der Rute kommt oft vor und ist erlaubt.

 

4. GLIEDMASSEN

VORDERHAND : Stark behaart. Läufe gerade und parallel.

Schultern : Gut schräg zurückgelagert.

Vordermittelfuß : Leicht schräg.

HINTERHAND : Stark behaart.

Kniegelenk : Gut gewinkelt.

Sprunggelenk : Tief stehend.

PFOTEN : Groß, rund, zwischen den Zehen und Ballen reichlich behaart. Gut flach, auf den Ballen stehend, keine Wölbung in den Pfoten.

GANGWERK : Zügig, guter Vortritt, kraftvoller Schub. In Schritt und Trab sollen die Hinterläufe weder innerhalb noch außerhalb der Spur der Vorderläufe fußen.

 

5. HAARKLEID

HAAR : Doppelt. Unterwolle fein und wollig. Deckhaar üppig, fein, jedoch weder seidig oder wollig, lang, glatt oder gewellt, aber nicht lockig.

FARBE : Weiß, gold, creme, grau oder rauchfarben, schwarz, zwei- oder dreifarbig; eigentlich ist jede Farbe mit Ausnahme von schokoladen- oder leberbraun erlaubt.

 

6. GRÖSSE :

Schulterhöhe bei Rüden 35,6 bis 40,6 cm, Hündinnen geringfügig kleiner.